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Sicherheitskraft füllt Checkliste auf Klemmbrett aus
1. August 2026

Sicherheitsdienst beauftragen: Checkliste für Unternehmen

Sie suchen für Ihr Unternehmen einen Sicherheitsdienst? Die Entscheidung für Schutz durch einen professionellen Dienstleister fällt erfahrungsgemäß oft erst dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, also etwa nach einem Einbruch oder Vandalismus. Meist wird dann sehr hektisch gehandelt. Angesichts der negativen Erfahrung ist das nachvollziehbar, aber natürlich nicht die beste Lösung.

Besser ist es, wenn Sie bei der Suche nach einem Sicherheitsdienst strukturiert vorgehen. Unser Ratgeber mit übersichtlicher Checkliste für Unternehmen soll Ihnen dabei als Leitfaden dienen, mit dem Sie die richtigen Fragen stellen und auf die wirklich wichtigen Dinge achten. Ein günstiger Preis oder ein kurzfristiges Angebot sind bei Security-Dienstleistern nämlich nicht unbedingt Qualitätsmerkmale.

Wann ein Sicherheitsdienst sinnvoll ist

Nicht jeder Betrieb rund um die Uhr hat einen Vor-Ort-Schutz durch einen Wachdienst. Manchmal reicht auch eine gute Alarmanlage, die auf eine Notfallzentrale aufgeschaltet ist. Es gibt jedoch Szenarien, in denen die physische Präsenz von Sicherheitskräften vor Ort den Unterschied macht. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Ihr Firmengelände abseits liegt und nachts keine Person auf dem Gelände ist. Oder auch wenn bei Ihnen Waren mit hohem Wert lagern, die bei Kriminellen Begehrlichkeiten wecken.

Die Sicherung Ihres Hab und Guts ist aber nicht der einzige Grund für eine Beauftragung. Auch beim Schutz von Mitarbeitern und Privatpersonen auf Veranstaltungen und bei Firmen-Events braucht es einen Sicherheitsdienstleister mit Know-how, der für Sie ein Sicherheitskonzept erstellt, eng mit Behörden wie Polizei und Feuerwehr zusammenarbeitet und mit Besonnenheit für Sicherheit sorgt.

Prüfen Sie die gesetzlichen Grundlagen für Sicherheitsdienste

Wer in Deutschland gewerbsmäßig Dienstleistungen als Sicherheitsdienst erbringen möchte, braucht dazu eine Erlaubnis nach §34a der Gewerbeordnung. Sie wird nur dann erteilt, wenn der Anbieter die erforderliche Unterrichtung oder Sachkundeprüfung abgelegt hat, geordnete Vermögensverhältnisse nachweisen kann und zuverlässig ist. Die Beschäftigten müssen ebenfalls über eine Unterrichtung oder Sachkundeprüfung verfügen und im Bewacherregister (BWR) stehen.

Lassen Sie sich vor der Beauftragung die Nachweise zeigen und achten Sie dabei auf die Unterschiede. Eine Sachkundeprüfung nach §34a GewO ist etwa deutlich anspruchsvoller als eine bloße Unterrichtung. Sie muss vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt werden und umfasst viele verschiedene Themenbereiche wie zum Beispiel Gewerberecht, Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder auch Unfallverhütungsvorschriften. Wie anspruchsvoll die Prüfung ist, zeigt die hohe Durchfallquote von 50 bis 70 Prozent. Wer sie besteht, kennt sich also im Sicherheitsbereich aus.

Wichtig: Achten Sie auch auf den Versicherungsschutz des Sicherheitsunternehmens. Eine Betriebshaftpflicht schützt Sie vor Kosten, die Ihnen als Auftraggeber durch vom Dienstleister verursachte Schäden entstehen. Lassen Sie sich deshalb Police und Deckungssumme zeigen.

Achten Sie auf Zertifizierungen als Qualitätsmerkmal

Freiwillige Zertifizierungen sind im Bewachungsgewerbe ein Qualitätsmerkmal, da sie zeigen, dass das Unternehmen bereit ist, sich externen Prüfungen zu unterziehen. Die DIN 77200 ist die wichtigste Norm für Anbieter, die in der Überwachung von Objekten oder auch Veranstaltungssicherheit tätig sind. Sie regelt, wie ein solcher Dienst korrekt geplant und ausgeführt wird.

Noch einen Schritt weiter geht die ISO 9001. Diese Norm steht für geprüftes Qualitätsmanagement. Ein zertifizierter Sicherheitsdienst dokumentiert seine Abläufe und arbeitet ständig daran, besser zu werden. Finden Sie sowohl die DIN 77200 als auch die ISO 9001 auf der Website des Sicherheitsunternehmens, ist das ein gutes Zeiten und Sie können davon ausgehen, dass der Dienstleister seine Arbeit ernst nimmt.

Fragen Sie nach Erfahrung und Referenzen

Die Liste an Leistungen, die Security Services erbringen, ist oft lang und reicht vom Objektschutz, also der Bewachung Ihres Eigentums, über die Baustellenbewachung und den Veranstaltungsschutz bis zum Stellen von Sicherheitsmitarbeitern für Jugendeinrichtungen. Allerdings sind die Anforderungen in den einzelnen Bereichen sehr unterschiedlich und Anbieter haben nur selten überall gleich viel Erfahrung.

Fragen Sie deshalb ganz direkt nach, etwa auf welche Felder sich die Sicherheitsfirma spezialisiert hat oder wie es konkret um die Erfahrungen in dem Bereich bestellt ist, für den Sie professionellen Schutz suchen. Seriöse Dienstleister geben Ihnen gerne Auskunft und nennen Ihnen auch Auftraggeber, für die sie in der Vergangenheit schon gearbeitet haben. Fragen Sie ganz direkt:

  • Wie viele Aufträge haben Sie in dem Bereich schon erfolgreich erledigt?
  • Haben Sie Erfahrung mit vergleichbaren Veranstaltungen oder Objekten gesammelt?
  • Betreuen Sie auch noch andere Unternehmen aus unserer Branche?

Tipp: Wollen Sie ganz sicher gehen, können Sie sich auch bei einem bestehenden oder ehemaligen Kunden des Sicherheitsdienstes erkundigen. So bekommen Sie wertvolle Erfahrungen aus erster Hand, etwa zur Zuverlässigkeit der Sicherheitskräfte oder auch zu Themen wie den Kosten.

Legen Sie Wert auf transparente Kommunikation und Preise

Eine gute und transparente Kommunikation ist im Objektschutz und anderen für Unternehmen relevanten Sicherheitsbereichen das A und O. Sie wollen wissen, wenn es zum Beispiel zu Vorfällen gekommen ist und auch sonst über Risiken auf dem Laufenden gehalten werden. Ein guter Dienstleister informiert Sie proaktiv, sodass Sie nicht ständig nachfragen müssen, wie es um den Schutz Ihres Objekts bestellt ist.

Auch bei den Abläufen sollte Transparenz herrschen. Wie schnell sind zum Beispiel Mitarbeiter bei einem Alarm wegen eines Einbruchs oder Vandalismus vor Ort? Gibt es eine digitale Protokollierung (z. B. Wächter-Kontrollsystem) für die Einsätze, die Sie einsehen können? Fragen Sie hier konkret nach.

Transparenz ist auch bei der Preisgestaltung wichtig. Niemand will teure Überraschungen erleben. Seriöse Anbieter geben Ihnen schriftlich, welche Stundensätze für Bereiche wie Objektschutz, Eventschutz, Interventionsdienst oder den Empfangsdienst in öffentlichen Einrichtungen anfallen und informieren Sie auch über mögliche Zuschläge für Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsdienste.

Die Objektbesichtigung als Prüfstein

Bevor Ihnen ein seriöser Sicherheitsdienst ein Angebot macht, wird er immer Ihr Objekt besichtigen. Der Grund dafür ist einfach: Viele Risiken lassen sich nur vor Ort richtig einschätzen. Fachleute haben zudem ein ganz anderes Auge für potenzielle Schwachstellen und das Umfeld sowie die gegebenenfalls schon vorhandene Technik und können beurteilen, welche Sicherheitslösungen in Ihrem Fall sinnvoll sind.

Erstellt Ihnen ein Anbieter einfach so ein Angebot, sollten Sie stutzig werden. Dann bekommen Sie höchstwahrscheinlich Sicherheit von der Stange, die nicht auf Ihre Anforderungen zugeschnitten ist.

Vorsicht vor Sicherheitsdiensten mit Dumpingpreisen

Bei den heutigen Preisen versucht jeder zu sparen. Bei der Sicherheit sollten Sie allerdings nicht den Rotstift ansetzen. Auch billige Dienstleister haben Kosten. Das bedeutet, dass sie an anderen Ecken sparen müssen, um ihre Dumpingpreise anbieten zu können. Seien Sie deshalb vorsichtig, wenn ein Unternehmen deutlich unter den üblichen Marktpreisen liegt. Oft liegt das daran, dass der Anbieter:

  • keine oder keine ausreichende Betriebshaftpflichtversicherung hat
  • Mitarbeiter schwarz beschäftigt und keine Sozialabgaben abführt
  • bei der Ausbildung und Weiterbildung seines Personals spart
  • nicht den Tariflohn oder weniger als den Mindestlohn zahlt
  • gar kein offiziell angemeldetes Gewerbe hat

Im einigen Fällen, etwa bei Schwarzarbeit oder bei Verstößen gegen den Mindestlohn, haften Sie im Ernstfall mit. Achten Sie deshalb auf Anbieter mit seriösen Preisen und verlangen Sie im Vorgespräch Nachweise für die Gewerbetätigkeiten und den Versicherungsschutz.

Worauf Sie bei der Vertragsgestaltung achten sollten

Ein Vertrag ist bei der Beauftragung eines Sicherheitsdienstes Pflicht. Achten Sie vor der Unterschrift auf die Ausgestaltung. In einem guten Vertrag sind alle vereinbarten Leistungen und deren Kosten im Detail aufgeführt. Es ist daraus zum Beispiel klar ersichtlich, wer was, wann und wie oft macht (z. B. wann und wie häufig Kontrollgänge durchgeführt werden). Darüber hinaus wird festgelegt:

  • welche Ansprechpartner bei Ihnen und beim Dienstleister zuständig sind
  • wie das konkrete Vorgehen im Notfall ist (Alarm, Feuer, Einbruch, etc.)
  • welche Pflichten bezüglich der Berichte und der Dokumentation bestehen
  • ob und wenn ja welche Haftungsbegrenzungen oder -ausschlüsse es gibt
  • ab wann und wie lange der Vertrag läuft und welche Kündigungsfristen es gibt
  • wie die Qualität langfristig sichergestellt wird (z. B. regelmäßige Gespräche)

Achten Sie außerdem darauf, dass es eine Datenschutzvereinbarung gibt. Die Sicherheitsmitarbeiter bekommen nämlich einen Einblick in Ihr Unternehmen und möglicherweise auch in vertrauliche Dinge. In diesem Zug ist auch sinnvoll, die Möglichkeit zu vereinbaren, bestimmte Mitarbeiter abzulehnen, wenn Sie bei diesen zum Beispiel kein gutes Gefühl haben. Sprechen Sie das vor der Unterschrift offen ab.

Checkliste: Diese 12 Punkte sollten Sie vor der Beauftragung prüfen

  1. Hat der Sicherheitsdienstleister eine gültige Gewerbeanmeldung und Erlaubnis nach §34a?
  2. Kann er eine Haftpflichtversicherung mit ausreichender Deckungshöhe vorweisen?
  3. Sind die Sicherheitskräfte qualifiziert und in das Bewacherregister eingetragen?
  4. Verfügt er über weitere, freiwillige Zertifizierungen wie DIN 77200 oder ISO 9001?
  5. Hat er in Ihrem gewünschten Bereich Erfahrung und bringt die nötige Expertise mit?
  6. Kann er Referenzen vorweisen, die Sie als Neukunde auch überprüfen können?
  7. Ist vor der Angebotserstellung eine Besichtigung Ihres Objekts erfolgt?
  8. Sind im Vertrag die vereinbarten Leistungen aufgeführt und beschrieben?
  9. Sind die dazugehörigen Preise und Zuschläge transparent aufgeschlüsselt?
  10. Wurden die Ansprechpartner vermerkt und der Ablauf im Notfall geklärt?
  11. Gibt es im Vertrag klare Angaben zu Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist?
  12. Sind die Punkte Datenschutz und Verschwiegenheit im Vertrag geregelt?

Am Ende zählt immer auch Ihr Bauchgefühl. Haben Sie bei einem Sicherheitsdienst trotz abgehakter Punkte kein gutes Gefühl, lohnt es sich oft noch ein bisschen weiterzusuchen. Einen Mangel an seriösen und qualifizierten Sicherheitsdienstleistern gibt es in Frankfurt am Main und Umgebung nicht.

Fazit: Lassen Sie sich Zeit bei der Anbietersuche

Einen Sicherheitsdienst zu beauftragen ist Vertrauenssache. Sie legen ein Stück Verantwortung für Ihren Betrieb und Ihre Mitarbeiter in fremde Hände. Nehmen Sie sich deshalb genügend Zeit, den perfekten Partner zu finden, auch wenn es zum Beispiel nach einem Einbruch schnell gehen soll.

Mit Secure Time stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Sicherheitsbranche, freiwilligen Zertifizierungen nach ISO 9001 und DIN 77200 bringen wir die nötige Expertise und Erfahrung für Ihr Objekt mit. Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns. Gerne vereinbaren wir kurzfristig einen unverbindlichen Vor-Ort-Termin.

Ist unsere Standwache vor Ort, lässt sich der Einbruch in der Regel direkt verhindern. Beim Revierdienst oder bei Alarmaufschaltung reagieren unsere Einsatzkräfte auf den Alarm und fahren direkt zur Baustelle. Bestätigt sich dort ein Einbruch, rufen unsere Security-Kräfte direkt die Polizei und dokumentieren alles.

Mit modernen Kamerasystemen lässt sich eine Baustelle gut überwachen. Die Systeme sind zudem günstiger als eine Dauerpräsenz durch ein Sicherheitsunternehmen. Allerdings kann die Kamera allein Vandalismus oder Diebstahl oft nur dokumentieren, ihn aber nicht verhindern. Wirksamer ist daher dauerhaft oder zumindest regelmäßig Präsenz durch Sicherheitskräfte zu zeigen. Zusammen mit dem Einsatz von Technik lässt sich so eine sehr zuverlässige Baustellenüberwachung gewährleisten.

Ja. Wenn Sie als Bauunternehmen oder Projektentwickler mehrere Bauprojekte in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet parallel betreiben, bieten wir Ihnen koordinierte Bewachungskonzepte an. Sie haben einen festen Ansprechpartner bei uns im Haus, der für all Ihre Standorte zuständig ist und unsere Mitarbeiter nach unserem gemeinsam entwickelten Konzept zur Baustellensicherheit einsetzt.

Immer Respektvoll, aber konsequent. Unbefugte Personen werden – egal ob Obdachloser oder Jugendgruppe – durch unsere Mitarbeiter angesprochen und aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Bei Bedarf verständigen unsere Einsatzkräfte die Polizei oder das Frankfurter Ordnungsamt.

Ja. Lieferung gleichen unsere Mitarbeiter mit den Bestellungen ab. Verlässt ein Fahrzeug Ihre Baustelle, wird es kontrolliert, damit keine Materialien oder Werkzeuge unberechtigt mitgenommen werden.

Die Absicherung einer Baustelle sollte mindestens aus stabilen und lückenlosen Bauzäunen und einer guten Beleuchtung bestehen. Letztere kann Täter abschrecken und Unfallrisiken minimieren. Abschließbare Container für Werkzeuge und Materialien sind ebenso sinnvoll.

Bei größeren und schwer einsehbaren Arealen kommt eine Videoüberwachung mit Wärmebildkameras hinzu. So lassen sich Eindringlinge erkennen und auch Brandgefahren frühzeitig identifizieren. Ergänzend kommt ein Sicherheitsdienst hinzu, der die Technik überwacht und im Ernstfall eingreift.